The mountains are calling – and I must go | Ein Wochenende in den Bergen

Schon wieder hab ich einen Post einfach sausen lassen am Sonntag und ich kann euch auch sagen wieso. Ich war in den Bergen.

Bei Bergen scheiden sich ja die Geister. Die einen bekommen die Krise, wenn sie sich umschauen und nur mehr Berge sehen. Die andern wiederum leben erst so richtig auf in den Bergen und schöpfen Kraft daraus. Ich denke, ich liege irgendwo zwischen diesen beiden Fraktionen, aber definitiv viel näher an der Liebe zu den Bergen. Und das als absolutes Stadtkind.

Wandern stand schon als Kind unweigerlich auf der Programmliste für Wochenenden und Sommerferien. Egal wo, egal bei welchem Wetter, egal wie groß der Protest von uns Kindern war: es ging hinaus in die Natur. Damals konnte man natürlich – nachdem man sich stundenlang vehement gewehrt hatte – nie zugeben dass es, im Nachhinein betrachtet, wunderschön war. Mittlerweile besitze ich schon die Reife, immerhin nachher zu sagen, dass es ein traumhafter Wandertag war. Währenddessen jammere ich immer noch oft genug.

Am vergangenen Wochenende ging’s also Richtung Berge, gewappnet mit jeder Menge Sonnencreme für meine zarte Vanille-Haut in der Höhensonne der Alpen. Nach einem Aufstieg, der einiges an Überwindung gekostet hat (mein Allergieschnupfen fand’s ganz toll, im Gleichklang mit der Höhe zu steigen, mein Kopf protestierte gegen die Anstrengung und die Sonne, meine Beine gaben mir zu verstehen, dass sie eigentlich keine Lust mehr hatten), war endlich der Gipfel erreicht. Am Weg hinunter fand ich’s gleich noch viel blöder als am Weg hinauf und die Stimmung war wortwörtlich im Tal.

Warum also sich das antun? Dazu zurück zur Schönheit und Kraft der Berge: ich kann gar nicht genau erklären was es ist, aber es ist wahnsinnig anziehend und wahnsinnig faszinierend. Viele Berge sehen schon von unten im Tal einfach mächtig aus und sie zu erklimmen raubt einem zwar einiges an Kraft und Energie, gibt sie einem aber meistens vielfach wieder zurück. Egal ob es der Ausblick ist, den man von etwas weiter oben über die Welt hat, die Blumen oder Latschen, die man nur ein bisschen über den Tälern findet und die gleich ganz anders duften, die Bergluft, die Sehnsucht nach dem Ankommen oder einfach der Weg und der Gedanke, dass man hier oben dem Leben unten ein Stück weit entkommt. Irgendwie ist es fast unmöglich, vor dem Gipfelkreuz zu stehen, die weite Landschaft zu überblicken und nicht von einem unbeschreiblichen Glücksgefühl durchströmt zu werden. 

Wer sich tagtäglich mit Schule, Studium oder Arbeit plagt, der kennt sicherlich das Gefühl, nie wirklich fertig zu werden mit allen Erledigungen, immer von der einen zur nächsten Sache zu hetzen und sich über so viele Details Gedanken zu machen. Doch kaum ist man in den Bergen und betrachtet die Welt aus diesem neuen Blickwinkel, schon verändert sich die Perspektive oft gewaltig und man bekommt wieder ein besseres Gespür dafür, was im Leben wirklich zählt.

Es werden plötzlich Dinge wie E-Mails, Social Media, Deadlines, Kleidungsstil, das perfekte Styling, blasse Haut oder Instagram-taugliche Mahlzeiten völlig unwichtig. Viel wichtiger wird dafür der Blick auf den Weg, der vor einem liegt, das tiefe Einatmen der frischen (Höhen-) Luft, die Menschen, mit denen man unterwegs ist, die Schönheit der Natur und die Achtsamkeit, mit der wir uns in ihr bewegen. Dazu haben auch „Sechs Paar Schuhe“ einen sehr schönen Instagram Post, falls ihr mal vorbeischauen wollt: https://www.instagram.com/p/BFmPlblho5a/?taken-by=sechs_paar_schuhe Jedenfalls haben die Berge sowas absolut Beruhigendes und Friedliches, das ich richtig zögerlich war, die Bilder zu teilen, einfach weil sie so pur und unberührt erscheinen – wie die Berge eben sind.

Daher ist mein Tipp: ab in die Natur, hinaus ins Grüne, rauf auf die Berge. Selbst wenn man kein erfahrener Alpinist ist kann man sich kleine feine Wandertouren aussuchen und einfach mal reinschnuppern ins Wandern. Der Alpenverein bietet zum Beispiel ein Portal für Routensuchen an, wo man auch einstellen kann wie lange, weit oder hoch hinaus es gehen soll: http://www.alpenvereinaktiv.com/de/touren/#cat=Wanderung&filter=b-onlyTopTours-1

Ich hoffe ihr nehmt euch auch mal wieder die Zeit, um die Natur zu genießen, die euch umgibt! Wenn ihr noch immer unschlüssig seid dann inspirieren euch hoffentlich diese Bilder doch endgültig.

 Mit Liebe geschrieben – The Fairy Pales

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