Wunderbar weiß | Helle Haut lieben lernen

Ich dachte mir immer wieder, ich mag mich in meinen Blog Posts nicht wiederholen. Schließlich möchte ich euch ja immer mit neuen Gedanken überraschen und erheitern. Trotzdem gibt es Themen oder Sätze, die man eigentlich nicht oft genug hören kann, daher wird der heutige Blog Post wieder einmal einer nach altem Stil.

Heute möchte ich euch – euch allen, die ihr genau so blass seid wie ich – sagen, dass ihr eine wunderbare Hautfarbe habt. Vielleicht könnt ihr damit zunächst gar nichts anfangen, weil der Gedanke ein ungewohnter ist, aber es stimmt. Wie gesagt, ich finde an ganz unterschiedlichen Hautfarben Gefallen, aber gerade die blasse Farbe ist deutlich unterbewertet in meinen Augen.

Helle Haut ist ungewöhnlich. Richtig helle Haut, meine ich. Sie hat etwas sehr Klassisches, etwas Extravagantes, einfach etwas Besonderes. Und wollen wir nicht ohnehin alle ein wenig besonders sein? Sehr helle Haut ist allerdings auch anspruchsvoll und sie lässt schwer über Fehler hinwegtäuschen, finde ich – nicht über äußere und auch nicht über innere.

Mein größter Punkt der Unzufriedenheit mit meiner Hautfarbe war jedoch lange Zeit, dass ich mich eben mit den Begriffen klassisch und extravagant so gar nicht identifizieren konnte. Ich würde nach wie vor nicht meinen, dass mein Stil oder meine Persönlichkeit als klassisch oder extravagant beschrieben werden können. Vielmehr sehe ich meinen Charakter als quirlig, laut und einigermaßen bunt. Alles Eigenschaften, die ich selber eher immer mit einer knackigen Sommerbräune verbunden habe.

Wohin also mit diesem Imageproblem in meinem Kopf? Zunächst habe ich begonnen, blasse Haut an andern Leuten schön zu finden. Emma Stone, Christina Hendricks, Lily Collins, Alexis Bledel. Unzählige weitere bildhübsche Frauen mit wunderbar heller Haut. Direkt darauf folgte jeweils eine Phase des Vergleichs zwischen diesen Frauen und mir und einhergehend eine immens lange Liste, warum helle Haut an all diesen Frauen toll aussieht, während ich mir damit vorkomme wie ein farbloser Geist.

Diese Phase kann einem wohl auch niemand nehmen, so man prinzipiell von diesen Selbstzweifeln oder einer solche Abneigung gegenüber seiner Hautfarbe geplagt ist. Allerdings habe ich bei näherem Hinsehen betrachtet, dass viele dieser blassen Frauen ebenfalls keineswegs nur klassisch oder extravagant sind, sondern sehr wohl strahlend und quirlig, bunt und voller Leben erscheinen.

Nach langer Zeit dieser Zweifel kann ich also endlich auch meine eigene Hautfarbe immer mehr schätzen und beginne auch, sie an mir selber schön zu finden. Anstatt sie immer zu verstecken und zu untergraben unterstütze ich sie lieber und streiche sie hervor.

Die Hautfarbe, die einem am allerbesten steht, ist nämlich die, die man mit Stolz präsentiert.

Mit Liebe geschrieben – The Fairy Pales

Advertisements

Ich will meinen Senf dazugeben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s